Musik und Sprache Programm 2018


20. Mai 2018

Trio Adorno


17. Juni 2018

Duo Brabetz - Gerassimez
(Violine, Klavier)



08. Juli 2018

Monet Bläserquintett
(Querflöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott)
plus Klavier


19. August 2018

Dorado Quintett
(Streichquartett mit Klarinette)


09. September 2018

Rilke Abend mit Oliver Steller





20. Mai 2018
Sonntag, 18:00 Uhr

Trio Adorno

Christoph Callies, Violine
Samuel Selle, Violincello
Lion Hinnrichs, Klavier



Joseph Haydn
(1732-1809)
Trio e-Moll Hob XV:12
Robert Schumann
(1810-1856)
Trio op. 110, g-Moll
Pause  
Anton Arenski
(1861-1906)

Trio op. 32, d-Moll



Das in Hamburg beheimatete Trio Adorno, dessen Namen sich auf den deutschen Musikphilosophen und großen Denker des 20. Jahrhunderts Theodor W. Adorno bezieht, wurde 2003 im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ gegründet. Neben solistischen Studien in Hamburg, Lübeck und Berlin prägten nach langjähriger Zusammenarbeit besonders das Alban Berg Quartett in Köln und Heime Müller (Artemis Quartett) die musikalische Arbeit des Trios. Für weitere Impulse sorgte die Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Trios Fontenay und Jean Paul sowie des Quartetts Guarneri. Das Repertoire umfasst, mit Werken von Haydn bis hin zu zeitgenössischen Komponisten wie Peteris Vasks, die gesamte Bandbreite der Klaviertrioliteratur. Viele ihrer Konzerte sind live mitgeschnitten und im Radio gesendet worden. Das Trio wurde mehrfach mit Preisen und Sonderpreisen ausgezeichnet – u.a. beim Hamburger Kammermusikwettbewerb, beim Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb, dem Deutschen Musikwettbewerb, der Osaka Chamber Music Competition und der Melbourne Chamber Music Competition. Das Trio musiziert in Konzerten und auf Festivals in ganz Europa, in Asien und Australien. Über ihre künstlerischen Tätigkeiten hinaus geben die drei Hamburger Musiker auch Meisterkurse und Workshops für Schüler und Studenten.


 



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17. Juni 2018
Sonntag, 18:00 Uhr

Duo Brabetz - Gerassimez

Christina Brabetz, Violine
Nicolai Gerassimez, Klavier



Ernest Bloch
(1880-1959)

Baal Shem

Maurice Ravel
(1875-1937)
Sonate Nr. 2
George Gershwin
(1898-1937)

Aus der Oper „Porgy and Bess“:
arr. Fazil Say für Klavier solo:
Summertime
arr. Heifetz für Violine, Klavier:
A Woman Is A Sometime Thing
Bess, You Is My Woman Now
It Ain’t Necessarily So

Pause  
Ernst Heinrich Wilhelm
(1812-1865)

„Der Erlkönig“ nach Franz Schubert,
Grand Caprice für Violine Solo, op. 26

Manuel de Falla
(1876-1946)
6 chansons populaires espagnoles
Alberto Ginastera
(1916-1983)
Pampeana Nr. 1, op. 16
Astor Piazzolla
(1921-1992)

Oblivion
Le grand Tango



Christina Brabetz (*1993), gilt als eine der vielversprechendsten Geigensolisten ihrer Generation. Aufgewachsen in Kapstadt begann sie ihren musikalischen Werdegang im Alter von fünf Jahren bei dem renommierten Geigenprofessor Jack de Wet. Im Alter von 13 Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Deutschland und bestand die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik in Detmold mit Höchstnoten. 2010 gewann sie den renommierten TONALi GRAND PRIX. 2012 erhielt die junge Künstlerin den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. 2013-2016 studierte sie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Prof. Antje Weithaas, ab Anfang 2017 bei Prof. Kolja Blacher. Meisterkurse bei Zakhar Bron, Lawrence Power, Gábor Takács-Nagy und Pamela Frank ergänzten ihre Ausbildung. Im Sommer 2016 wurde sie in die renommierte Verbier Festival Academy aufgenommen. Highlights der Saison 17/18 sind Konzerte als Solistin mit dem Staatsorchester Nürnberg, dem Göttinger Symphonie Orchester, sowie dem Cape Town Philharmonic Orchestra in ihrer alten Heimat. Christina Brabetz ist zudem eine ausgezeichnete Kammermusikerin. So spielte sie wiederholt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, war zu Gast beim Schleswig-Holstein Musikfestival und gab im Rahmen eines Tonali Grand Prix Gala Konzerts ihr kammermusikalisches Debüt im St. Petersburger Mariinsky Theater. Die Deutsche Stiftung Musikleben stellte Christina Brabetz eine Violine von Gianbattista Guadagnini (Turin, 1779) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds zur Verfügung. Weiterhin wird sie offiziell vom Saitenhersteller Thomastik-Infeld gefördert.


 

Nicolai Gerassimez (*1985), geboren in Essen als Sohn einer Musikerfamilie, studierte bei Prof. Josef Anton Scherrer an der Musikhochschule Köln, bei Julia Goldstein-Manz in Hannover, bei Prof. Galina Iwanzowa an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und an der HMT Rostock bei Prof. Matthias Kirschnereit. Er hat sich als Solist und Kammermusiker als einer der führenden Pianisten seiner Generation etabliert. Solokonzerte und Recitals führten ihn in die renommiertesten Musikzentren Europas und den USA, so u.a. in die Berliner Philharmonie, die Londoner Wigmore Hall, in die Hamburger Laeiszhalle und das Berliner Konzerthaus sowie zu wichtigen internationalen Festivals. Er ist ebenfalls Solist anerkannter Orchester und macht wiederholt Rundfunkaufnahmen. Der junge Künstler errang zahlreiche nationale und internationale Preise, u.a. den 1. Preis und den Publikumspreis beim Steinway-Klavierwettbewerb in Hamburg, den 1. Preis beim internationalen Hugo-Distler Kammermusikwettbewerb und viele Preise zusammen mit seinen Brüdern Wassily (Violincello) und Alexej (Percussion).


 


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08. Juli 2018
Sonntag, 18:00 Uhr

Monet Bläserquintett plus Klavier

Anissa Baniahmad, Flöte
Johanna Stier, Oboe
Nemorino Scheliga, Klarinette
Marc Gruber, Horn
Theo Plath, Fagott
Helge Aurich, Klavier




Francis Poulenc
(1899-1963)

Sextett für Klavier und Bläser op. 100

Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)
Quintett für Klavier und Bläser KV 452
Pause

 
Franz Danzi
(1763-1826)
Bläserquintett B-Dur op. 56 Nr. 1
Louise Farrenc
(1804-1875)

Sextett op.40 für Klavier und Bläserquintett



Die Musiker des Bläserquintetts sind allesamt Preisträger nationaler sowie internationaler Wettbewerbe und spielen in bedeutenden deutschen Orchestern wie dem Sinfonieorchester des hessischen Rundfunks und dem Staatsorchester Stuttgart. Seit der Ensemblegründung 2013 erhalten die Musiker musikalische Impulse u.a. von Stephanie Winker und Norbert Kaiser. Als gefragte Kammermusiker und Solisten sind sie regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals, darunter die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und das Davos Festival, und spielen mit bedeutenden deutschen Klangkörpern wie der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und den Dortmunder Philharmonikern. Das Quintett ist Stipendiat der Villa Musica Rheinland-Pfalz, außerdem sind alle Mitglieder Stipendiaten der Mozartgesellschaft Dortmund. Im Rahmen des Deutschen Musikwettbewerbs 2016 wurde das Quintett mit einem
Stipendium ausgezeichnet und damit in die 61. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen.

Helge Aurich, Klavier, begann im Alter von 4 Jahren mit dem Klavierspiel. 2004 nahm er sein Klavierstudium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock bei Matthias Kirschnereit und Karl-Heinz Will auf. Er ist mehrfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe und erhielt zahlreiche Förderpreise und Stipendien. Der Pianist konzertierte als Solist u.a. mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock, der Neuen Philharmonie Westfalen und der Polnischen Kammerphilharmonie und ist regelmäßig bei renommierten Festivals zu Gast. Als Solist, Kammermusikpartner und Liedbegleiter konzertierte er bereits in vielen Ländern Europas, in Asien und den USA. Als Dozent für Klavier und Korrepetition unterrichtet er seit 2013 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.




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19. August 2018
Sonntag, 18:00 Uhr

Dorado Quintett (Streichquartett plus Klarinette)

Evgeni Orkin, Klarinette
Alexander Liogonkiy, Violine
Hayley Bullock, Violine
Irina Semakova, Viola
Dmitrij Gornowskij, Violincello



W.A. Mozart
(1756-1791)

Klarinettenquintett A-Dur, KV581
I. Allegro
II. Larghetto
III. Menuetto – Trio I-/Trio II
IV. Allegretto con variazioni

Fritz Kreisler
(1875-1962)

Liebesleid
Liebesfreud

Edward Elgar
(1857-1934)
Pomp and Circumstance Marches, op. 39
Pause  
Carl Maria v. Weber
(1786-1826 )
Klarinettenquintett op. 34
I. Allegro
II. Fantasia-Adagio
III. Menuett
IV. Rondo
Astor Piazzolla
(1921-1992)

Oblivion
Libertango


Evgeni Orkin (Klarinette) wurde in Lemberg (Ukraine) geboren. Er studierte zunächst an der Nationalen Musikakademie in Kiew Klarinette und Komposition. Weitere Studien brachten ihn an die Musikhochschulen in Utrecht und Mannheim, wo er seitdem den Lehrauftrag für Klarinette und Saxophon innehat. Er ist ein sehr produktiver Komponist, der mehrere musiktheatralische Werke und eine große Anzahl von orchester- und kammermusikalischen Werken geschrieben hat. Auf vielen internationalen Festivals wurde seine Musik aufgeführt. Orkin arbeitet als freischaffender Klarinettist regelmäßig für das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und die Russische Kammerphilharmonie St.-Petersburg. Er ist Mitbegründer der Gruppe Komponistenverschwörung und Mitglied des Ensembles für neue Musik TEMA. Im Jahre 2015 gründete er das Aufnahmelabel "Orkin Music Laboratory", wo bereits viele Aufnahmen entstanden sind.

Alexander Liogonkiy (Violine) erhielt seinen ersten Violinunterricht mit fünf Jahren in Nizhny Nowgorod in Russland, wo er 1977 geboren wurde. Bereits als zehnjähriger Junge gab er sein Debüt als Solist mit dem E-Dur-Konzert von Bach. Sechs Jahre später nahm er am Russischen Nationalwettbewerb teil. 1999 erhielt er sein Diplom als Kammerorchesterspieler und Lehrer und schloss nach der Solistenausbildung das Aufbaustudium als Konzertsolist  am renommierten Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau ab. Schon in seiner Studienzeit wirkte er bei verschiedenen philharmonischen Konzerten mit. Ab 1998 erhielt er Engagements im Staatlichen Sinfonieorchester in Moskau, im Orchester der Moskauer Oper und in der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg.  2003 zog er nach Deutschland. Seither führten ihn die Konzertreisen in verschiedene Länder Europas sowie in die USA, nach China, Israel und Armenien.

Hayley Bullock (Violine) begann mit Violinunterricht im Alter von vier Jahren in ihrem Heimatland Australien. Nach dem Abschluss ihres Studiums mit 
Auszeichnung arbeitete sie im  Canberra Sinfonieorchester,  Willoughby Sinfonieorchester und Australian Art Quartett. Künstlerische Höhepunkte erlebte sie beim Canberra International Music Festival im Street Theatre und im  Sydney Kammerorchester   bei der Ólafur Arnalds Sydney Opera House Show.

Irina Semakova (Viola)  wurde in Kirov, Russland, geboren. Sie erhielt ihre Ausbildung an der Musikhochschule Nizhny Now<gorod. Sie ist Preisträgerin nationaler Wettbewerbe und trat als Solistin u.a. mit der Rostropovitch-Philharmonie auf. Sie ist auf Konzertreisen und Auftritten mit Kammermusikensembles, Orchestern, sowie auf CD-Produktionen und in Kammermusik-Projekten zu erleben. Irina ist Bratschistin des renommierten "Luna-Nera" Quartetts, mit dem sie an der Deutschland-Tournee der ESC-Gewinnerin Lena teilnahm.  

Dmitrij Gornowskij (Violincello) ist in Almaty (Kasachstan) in einer Musikerfamilie geboren.  Bereits mit 6 Jahren fing er mit dem Cellounterricht an  und besuchte schon früh Meisterklassen für hochbegabte Musiker an dem Moskauer Konservatorium.
1990 bekam Dmitrij den ersten Preis auf dem Republikwettbewerb in Pawlodar und 1991 den zweiten Preis beim Internationalen Wettbewerb der Mittelasiatischen Republiken und Kasachstan. 1995 wurde er auf dem internationalen Chalmamedov-Wettbewerb in Aschgabad (Turkmenistan) ausgezeichnet und nahm 1998 am Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau teil. Mit Erfolg nahm er an vielen großen Festivalkonzerten in Italien, Mazedonien, Deutschland, Frankreich und Schottland teil.
Dmitrij Gornowskij tritt als Solist und im Orchester sowie in  Kammerensembles mit u.a.  Dortmunder Symphoniker, Philharmonie der Nationen, Junge Philharmonie Köln, Concerto grosso und Ruhrstadt Orchester auf.

 

 



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09. September 2018
Sonntag, 18:00 Uhr

Zwischen den Sternen: Ein Rilke Abend mit dem Trio Oliver Steller

Oliver Steller, Gitarre
Bernd Winterschladen, Saxophon
Dietmar Fuhr, Kontrabass



Der Lyriker Rainer Maria Rilke war eine der herausragendsten dichterischen Persönlichkeiten im beginnenden 20. Jahrhundert. Seine bewegte Lebensreise wird vom Schauspieler, Sänger und Gitarristen Oliver Steller, ein Mann der leisen, meditativen Töne, unprätentiös, nachdenklich und humorvoll mit seiner wunderbaren sonoren Baritonstimme erzählt und gesungen. Steller und seine Musikerkollegen spüren in ihren Rilke-Vertonungen jede literarische Gefühlsverästelung des Dichters auf. Die musikalischen Umsetzungen bestechen durch Raffinesse, Emotionalität, präzise Breaks, ostinaten Klangflächen, Unisono-Passagen und herrlichen Saxophon-Improvisationen. Man findet sich „Zwischen den Sternen“, so der Titel der Hommage, wieder. Es ist ein Abend für Herz und Verstand, aus dem man mit geschärften Sinnen hinaus geht und der noch lange nachklingen wird.


Oliver Steller (*1967), Gitarrist und Sänger, hat seine Liebe zur Literatur nach der Schule wiederentdeckt. Seitdem vertont er Gedichte. Im Anschluss an ein Musikstudium in den USA und einem Jahrzehnt als freischaffender Musiker, gab er 1995 sein Debüt als Rezitator. Die FAZ bezeichnet Oliver Steller heute als „Stimme deutscher Lyrik“.

Bernd Winterschladen (*1960) spielt Tenor-, Bariton- und Sopransaxophon sowie Bassklarinette. Er verbindet Traditionalismus und freies Spiel in einer Weise, die ihn zu einem der begehrtesten Musiker in den verschiedenen Stilarten gemacht hat. So spielte er u.a. mit der Kölner Kultband „The Piano Has Been Drinking“, „Trance Groove“ sowie in der „Harald Schmidt Show“.

Dietmar Fuhr
(*1964) gehört zu den gefragtesten Kontrabassisten Deutschlands. Auf Grund seiner musikalischen Erfahrung und Bandbreite, liest sich die Liste der Gruppen mit denen er arbeitet wie das „Who is who“ der internationalen Jazz-Szene: Nils Wogram, Richie Beirach, David Liebman, Kurt Rosenwinkel, George Garzone, Bill Dobbins, Danny Gottlieb, Antonio Farao u.v.a.


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